Veit-Michael Glatzle: Danke für 20 Jahre Dienstgemeinschaft!

zur Startseite

Veit-Michael Glatzle: Danke für 20 Jahre Dienstgemeinschaft!

Am 31. August 2022 hat Veit-Michael Glatzle sein Amt als Geschäftsführer unserer Diakonie beendet, beim Diakoniesonntag am 09. Oktober 2022 wurde er offiziell von seiner Aufgabe entpflichtet.

Es war ein bewegender Moment, als Veit-Michael Glatzle nach zwei Jahrzehnten Dienst in der Diakonie seine Kolleginnen und Kollegen und die Mitglieder der Ev. Brüdergemeinde im Gottesdienst am Diakoniesonntag zum letzten Mal grüßte: „Meinen Dienst habe ich immer als Berufung verstanden, und meistens hat mir die Aufgabe viel Freude gemacht. Ich bin von Herzen dankbar für alles, was gelingen durfte. Euch und Ihnen allen danke ich für Begleitung und Freundschaft, vielfältige Unterstützung und euer Gebet.“

In einer Abschiedsfeier am Nachmittag dankte seine Nachfolgerin, Geschäftsführerin Jutta Arndt, für das vertrauensvolle Miteinander in der Übergangs- und Einarbeitungszeit: „Ohne dich hätte ich nie so gut in meine neue Rolle hineingefunden. Du hast in den vergangenen Monaten bewusst losgelassen. Nun darfst du in neues Land aufbrechen. Dafür wünschen wir dir weiterhin viel Abenteuerlust und Schwung, Bewahrung und Gottes reichen Segen!“

Dieter Weißer, Weltlicher Vorsteher der Ev. Brüdergemeinde und Vorsitzender des Diakonierats, ging auf die Bedeutung seines Vornamens ein: „Veit“, abgeleitet vom Lateinischen „Vita“ bzw. „Vitus“, bedeutet „der Lebendige“ bzw. „jemand, der Lebendigkeit verbreitet.“ Dazu Dieter Weißer: „Etwas, das – so wie dein Name – relativ selten ist, ist besonders wertvoll. Du, Veit, bist wertvoll, das will ich dir heute an der Schwelle zu deinem neuen Lebensabschnitt zurufen. Du hast – in deiner quirligen und lebendigen Art – deinen Beruf immer als Ruf Gottes verstanden und gelebt. All das macht dich zu einem besonderen Geschäftsführer.“

In einer Talkrunde ließen mehrere Weggefährten stellvertretend für die rund 100 Gäste einige Stationen auf dem gemeinsamen Weg Revue passieren.

Esther Zimmermann, Leiterin des Altenzentrums, kennt Veit-Michael Glatzle seit seinem ersten Tag in der Diakonie. Sie und ihre Leitungskolleginnen und -kollegen in den anderen diakonischen Arbeitsbereichen haben an „V-E-I-T“ vier Dinge besonders geschätzt: seine Vielfältige Verantwortungsbereitschaft, seine Energiegeladene und dynamische Gangart, seine Initiativkraft und Bereitschaft, Neues auszuprobieren, und das Ringen um Termine, Termine, Termine, in denen er – wenn sie zustande kamen – stets teilnahmsvoll zuhörte, mitdachte und gemeinsam mit seiner Führungsmannschaft voranging.

Steffen Bilger, Bundestagsabgeordneter aus dem Landkreis Ludwigsburg, skizzierte aus seiner Sicht als Politiker, wie Veit-Michael Glatzle stets „der Stadt Bestes“ im Blick hatte. Besonders dankbar zeigte sich Bilger, dass so manche gemeinsame Begegnung mit der Zusicherung endete: „Wir beten auch für Sie und Ihren Dienst als Politiker“. Bilger lud Veit-Michael Glatzle zu einem Besuch in die Bundeshauptstadt Berlin ein und äußerte sich zuversichtlich: „Ich bin sicher, dass Sie auch bei neuen Städten, die sie künftig in den Blick nehmen, deren Bestes suchen,“ so Bilger.

Johanna Postelt, die zusammen mit ihrem Mann Nico das Landschloss führt, hat Veit-Michael Glatzle als stets zugewandten, humorvollen und agilen Chef kennengelernt, „den ich, soweit ich mich erinnere, noch nie mit Krawatte gesehen habe.“ Hatten sich Johanna oder Nico für eine Besprechung einmal verspätet, fanden sie Veit am wahrscheinlichsten in der Küche, wo er sich nach dem Wohlergehen der Landschloss-Mannschaft erkundigte und sich gern auch mal eine Kostprobe aus dem Kochtopf munden ließ. „Immer optimistisch, Mut machend und entscheidungsfreudig haben wir dich erlebt. Und wenn die Zeiten doch mal schwierig waren, hast du nie den Kopf in den Sand gesteckt, sondern bist mit uns immer nach vorne gegangen“, so Johanna Postelt.

Matthias Reuting, Leiter der Abteilung Kinder, Jugend und Familie im Diakonischen Werk Württemberg, machte deutlich, dass die Ambivalenz von Diakonie als tätiger Nächstenliebe „ganz nah dran am Menschen“ und den finanziellen und strukturellen Rahmenbedingungen, in denen sich ein sozialwirtschaftliches Unternehmen bewegen muss, nicht immer leicht zu meistern ist. „Ich habe erlebt, dass wir als Dachverband in Ihnen immer einen Gesprächspartner hatten, mit dem wir gemeinsam um tragfähige Lösungen ringen konnten und meistens auch gute Antworten gefunden haben“, so Reuting.

Klaus Andersen, bis Dezember 2021 Weltlicher Vorsteher der Brüdergemeinde, verbindet mit Veit-Michael Glatzle die gemeinsame Verantwortung für das gesamte Brüdergemeinde-Werk mit Gemeinde, Diakonie und weiteren Geschäftsbereichen. „Wir haben immer brüderlich zusammengestanden, wenn herausfordernde Situationen zu bewältigen waren. Und von denen gab es genug. Besonders die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in unseren Kinderheimen hat uns zusammengeschweißt. Veit, ich bin dir von Herzen dankbar, dass wir Freude und Leid offen, professionell und ehrlich miteinander teilen konnten“, so Andersen.

Eine herausragende Gaumenfreude erlebten die Gäste dank der herzlichen Gastfreundschaft des Landschloss-Teams, das in bewährter Weise vielfältige kulinarische Köstlichkeiten kredenzte. Einen besonderen musikalischen Rahmen verlieh Organist Leonhard Hölldampf der Abschlussfeier, die er auf dem Flügel auf höchsten Niveau virtuos umrahmte. Mit einer Eigenkomposition verabschiedeten die beiden Wilhelmsdorfer Christoph Lutz (Klavier) und Gerhard Haag (Cajon) ihren ehemaligen Geschäftsführer und wünschten Veit-Michael Glatzle stellvertretend für alle Diakonie-Mitarbeitenden und anwesenden Gäste „Mut, Zuversicht und feste Schritte auf deinen neuen Weg.

Zum Abschied dankte Veit-Michael Glatzle für die überwältigende Wertschätzung, die er im Beisein seiner Familie erfahren durfte. „Ich bin froh, dass ich mit Ihnen unterwegs sein durfte. Ohne Sie wäre vieles nicht entstanden, was gelungen ist. Wo ich Fehler gemacht, Menschen verletzt oder etwas schuldig geblieben bin, bitte ich um Vergebung“, so Glatzle. Er freue sich nun auf die Chancen, die ihn in der neuen Lebensphase erwarten: „Der Diakonie und der Brüdergemeinde mit allen Mitarbeitenden und Gemeindegliedern wünsche ich weiterhin Gottes Segen.“

Eine besondere Gaumenfreude erlebten die Gäste dank der herzlichen Gastfreundschaft des Landschloss-Teams, das in bewährter Weise kulinarische Köstlichkeiten kredenzte. Einen würdigen musikalischen Rahmen verlieh Organist Leonhard Hölldampf der Abschlussfeier, die er auf dem Flügel virtuos umrahmte. Mit einer Eigenkomposition verabschiedeten die beiden Wilhelmsdorfer Christoph Lutz (Klavier) und Gerhard Haag (Cajon) ihren ehemaligen Geschäftsführer und wünschten Veit-Michael Glatzle stellvertretend für alle Diakonie-Mitarbeitenden und anwesenden Gäste „Mut, Zuversicht und feste Schritte auf den neuen Wegen“.   

Fotos: Harald Barth

Zurück