Was uns wichtig ist: Veit-Michael Glatzle im Interview

 

"Liebe Freunde und Förderer der Diakonie, liebe Leserinnen und lieber Leser unseres neuen Freundesbriefs XXL",

der Schwerpunkt dieses Freundesbriefs könnte aktueller kaum sein: Die Leistung sozialer Institutionen ist durch Corona wieder ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt. Krankenhäuser und Pflegeheime, Kitas und Schulen, Jugendhilfeeinrichtungen und Altenzentren werden als Einrichtungen betrachtet, die bedeutsam sind für die Stabilität unserer Gesellschaft. Systemrelevante Arbeit wird sogar finanziell mit Sonderzahlungen honoriert.

WERTVOLL: Durch Dich. Für Andere. Miteinander.

Dass sozialdiakonisches Engagement von Politikern und der Bevölkerung verstärkt wahrgenommen wird, ist ein positiver Effekt der Pandemie. Das tut gut.

Wir haben in der Diakonie 2020 eine Initiative zur Gewinnung neuer Mitarbeitender gestartet: WERTVOLL: Durch Dich. Für Andere. Miteinander.

Die Resonanz war überaus positiv. Eine Studentin hatte die Kampagne auf der Homepage entdeckt und sofort Feuer gefangen: „Ich wusste gleich: Dort will ich arbeiten.“ Jetzt absolviert sie den Praxisteil ihres Studiums in unseren Kindergärten in Korntal. Junge Leute im Freiwilligen Ökologischen und Sozialen Jahr berichten: „Meine Zeit auf dem Schulbauernhof, im Altenzentrum, in der Jugendhilfe war für mich wichtig. Jetzt weiß ich, was ich beruflich machen will.“

Beruf als Berufung

Auf ein erfülltes Berufsleben im Dienst an jungen Menschen blicken zwei Mitarbeitende zurück: Peter Gregorius hat fast vier Jahrzehnte Jugendhilfe mitgestaltet – ein Pädagoge mit Weitsicht, für den seine Arbeit vor allem eins ist: Herzenssache. Gudrun Woschnitzok hat unsere Kindergärten mehr als 15 Jahre geleitet und geprägt. Sie blickt dankbar zurück: „Für mich war dieser Weg eine echte Berufung.“

Beruf als Berufung – diese Überzeugung teilen viele Kolleginnen und Kollegen. Sie üben tätige Nächstenliebe in der Gewissheit: Gott hat mir Gaben gegeben, die ich einsetzen darf – in einer guten Dienstgemeinschaft zum Wohl meiner Mitmenschen und zu seiner Ehre. Mitarbeitende mit Engagement und Begeisterung wollen wir auch künftig gewinnen, stärken und fördern.

2021 haben wir deshalb das Motto WERTVOLL: Durch Dich. Für Andere. Miteinander. zum Jahresthema für die gesamte Diakonie gemacht.

Attraktive Leistungen

Als Arbeitgeber haben wir zahlreiche Angebote für Mitarbeiter entwickelt:

  • Finanzielle Beiträge zu Jobticket und Altersversorgung,
  • diverse Sonderzahlungen oder Vergünstigungen über Bonusprogramme und Rahmenverträge.
  • Wir investieren in Fort- und Weiterbildung, Fachberatung und Supervision
  • und wir unterstützen flexible Arbeitszeit.
  • Bei persönlichen Anlässen wie Heirat, Taufe oder Betreuung eines erkrankten Haushaltsangehörigen ermöglichen wir bezahlte Freistellung.
  • Auszubildenden und Studierenden bieten wir soweit möglich kostengünstige Zimmer in unseren Einrichtungen an, Teilnehmenden im Freiwilligendienst stellen wir die Unterkunft.
  • Mitarbeitende, deren Tätigkeit es erlaubt, können derzeit von zu Hause aus arbeiten. Für sie haben wir hilfreiche Tipps für die Arbeit im Homeoffice zusammengestellt.

Lebendige Dienstgemeinschaft

Wir sind überzeugt: Eine fachlich hochwertige und persönlich engagierte Arbeit lebt von der persönlichen Motivation. Gemäß unserem Leitbild „fördern wir Begegnungen und den Zusammenhalt innerhalb einer Einrichtung sowie zwischen den Einrichtungen. Wir pflegen einen vertrauensvollen Umgang miteinander und gehen aktiv mit Konflikten um, mit dem Ziel, voneinander zu lernen.“ Auch Geselligkeit, etwa bei Betriebs- und Weihnachtsfeiern und Mitarbeiterfesten, ist uns wichtig. Wir hoffen sehr, dass dies bald wieder möglich sein wird.

Am Herzen liegt uns auch die enge Verbindung zur Evangelischen Brüdergemeinde.

Viele Diakoniemitarbeiter, Bewohner im Altenzentrum und uns anbefohlene Menschen nehmen geistliche Angebote und seelsorgerliche Begleitung durch Hauptamtliche und qualifizierte Ehrenamtliche in Anspruch.

Partnerschaftlich Interessen vertreten

2020 wurden in allen Einrichtungen neue Mitarbeitervertretungen (MAV) gewählt. Die Gesamt-MAV (GMAV) hat sich neu konstituiert. Wir sind dankbar für die konstruktive Kritik und die vertrauensvolle Zusammenarbeit in allen Auseinandersetzungen. Bei unterschiedlichen Interessen, die ja in der Natur der Sache liegen, waren beide Seiten im Interesse unserer Dienstgemeinschaft stets um faire Lösungen bemüht.

Beim Thema „Arbeitszeitgestaltung“ sind wir wichtige Schritte vorangekommen. In einem kontrovers geführten, aber vertrauensvollen Prozess mit externer Moderation ist es gelungen, eine Rahmen-Dienstvereinbarung zu erstellen. Sie garantiert eine verlässliche Arbeitszeitplanung, berücksichtigt flexibel Bedürfnisse von Mitarbeitenden, dient dem Gesundheitsschutz und stärkt unsere Attraktivität als Arbeitgeber. Für jede Einrichtung wird die Vereinbarung bis Mitte 2021 angepasst.

Unsere Diakonie lebt vom Engagement aller Mitarbeitenden.
Sie wissen aus ihrer täglichen Arbeit vor Ort am besten, was gut läuft, und sehen, wo man etwas besser machen kann. Unser Vorschlagswesen ermutigt sie dazu, diese Chance zu nutzen und uns Verbesserungsvorschläge mitzuteilen.

„Fit für die Zukunft“

Jede Organisation muss von Zeit zu Zeit Bewährtes überprüfen und Neues in den Blick nehmen. Wir stellen uns dieser Aufgabe und arbeiten in einem breit angelegten Organisationsentwicklungsprozess zusammen mit Mitarbeitenden und der GMAV an der nachhaltigen Ausgestaltung von Hauswirtschaft, Haustechnik, Verwaltung und Strukturen. Ergänzend dazu entwickeln Geschäftsführung und Einrichtungsleitende mit der Gesellschafterversammlung eine Zukunftsstrategie für unser Gemeinschaftswerk.

Anfang 2021 wurde der Bereich „Unternehmensentwicklung“ ins Leben gerufen. Er initiiert und koordiniert künftig alle Aktivitäten einer gezielten Personal- und Organisationsentwicklung.

Neue Mitarbeitende willkommen

Eine schöne Tradition ist der Diakonie-Sonntag. Jedes Jahr im Oktober werden im Gottesdienst der Brüdergemeinde alle Mitarbeitenden, die in den vergangenen zwölf Monaten zu uns gekommen sind, mit einem Segen für ihren Dienst empfangen. 2020 konnten wir, unter Beachtung der Corona-Regeln und mit begrenzter Teilnehmerzahl, zahlreiche neue Leitungsmitarbeiter in Präsenz willkommen heißen. Sie haben stellvertretend für alle, die den Gottesdienst nur online erleben konnten, den Segen entgegengenommen.

Seit Sommer 2020 unterstützt Gerhard Haag die Geschäftsleitung als stellvertretender Geschäftsführer. Als Gesamtleiter des Hoffmannhauses Wilhelmsdorf ist er mit allen Bereichen unserer Diakonie bestens vertraut. Mitte 2021 erhält die Diakonieleitung weitere Unterstützung: Wir begrüßen an dieser Stelle herzlich Jutta Arndt, die uns als Fachliche Geschäftsführerin ab Juni 2021 verstärken wird.

Was beschäftigt uns in Zukunft

Als Diakonie wollen wir unser christliches Profil weiter schärfen. Die fachliche Qualifikation als wichtiges Qualitätsmerkmal unserer Arbeit halten wir auf höchstem Niveau. „Fit für die Zukunft“ werden wir durch konsequente Weiterentwicklung unserer Organisation in allen Bereichen. Wir investieren in Digitalisierung und Weiterbildung.

Eine wertschätzende Führungskultur fördern wir gemäß unseren Führungsgrundsätzen. Orientiert an gesellschaftlichen Bedürfnissen und mit wachem Blick auf die wirtschaftliche Stabilität unserer Diakonie entwickeln wir systematisch neue Dienstleistungen für die rund 1.000 uns anbefohlenen Menschen von jung bis alt, die wir täglich begleiten, beispielsweise tier- und naturgestützte Pädagogik. Bestehende Angebote reduzieren wir, falls nötig.

Auch 2021 wollen wir überzeugt und engagiert unseren Glauben als Dienstgemeinschaft leben, die Menschen in der Gesellschaft stärken und so vermitteln, was uns als Christen wichtig ist.

Damit tragen wir auch künftig zu einer positiven Wahrnehmung und zu einem guten Image unserer Diakonie bei im Sinne unseres Jahresmottos: WERTVOLL: Durch Dich. Für Andere. Miteinander.

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